Der unglaubliche Dr. Jaks

Bild Fleckenstein_Fotor_CollageDr. Jaks sollte heute in einem Zug mit Dunninger oder Annemann genannt werden – tatsächlich aber ist der aus Deutschland stammende Künstler weitgehend unbekannt. Das ist schade, denn sein Einfluss auf unsere Kunst ist groß und nicht umsonst sagte Bill Larsen: „To me, Dr. Jaks is, at the table, what Howard Thurston was on the stage.” Auch einige Publikation aus jüngerer Zeit schafften es nicht Dr. Jaks die Beachtung zu schenken, die dieser Künstler verdient hätte. Über einen Zufall kam der Ortszirkel Frankfurt an einen Nachbau des berühmten „Book of Mysteries“ und sofort begannen einige Frankfurter Zauberer sich intensiv mit dem Thema auseinanderzusetzen. Bücher, Zeitschriften und alte Trickerklärungen wurden gewälzt, Kontakt zu Familienangehörigen wurde hergestellt und in intensiver Detektivarbeit die verschiedenen Publikationen abgeglichen und ausgewertet. Aus dieser Gemeinschaftsarbeit entstand ein spannender Zirkelabend dessen Inhalte für die MMC nochmals komplett überarbeitet wurden.
In dieser Session geht es um den Mann Dr. Jaks, sein Leben und seinen Einfluss auf die Zauberkunst. Es werden in dieser Session zwar auch Kunststücke und Ideen von Dr. Jaks gezeigt aber seine eigentliche Qualität liegt im Kontext in dem er seine Kunst präsentierte. Eugene Burger hat es wie folgt formuliert: „Für mich war Dr. Jaks nicht einfach ein Zauberer, er war ein Künstler im Reich der Geheimnisse. Sein Vermächtnis an uns, die wir ihn in der Zauberei überlebt haben, ist nicht einfach eine Sammlung seiner Effekte mit ihren listenreichen jedoch fast immer praktischen Methoden, sein Vermächtnis ist vielmehr eine Herausforderung an uns, unsere eigene Zauberei in Kunst zu verwandeln und in die Zauberei, die wir selbst vorführen, das Geheimnis als grundlegenden Bestandteil einzubringen.“


Referent: Andreas Fleckenstein
Zeit: 10.00 Uhr
Raum: Katzenstein